War Dick Whittington echt – und hatte er eine Katze?

Balladen und Theaterstücke über Dick Whittington – die ältesten erhaltenen Beispiele stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert – beschreiben ein verarmtes Waisenkind, das sein Vermögen in London macht, nachdem seine geliebte Katze von einem ausländischen König gekauft wurde. Er heiratet prompt die Tochter seines Herrn, Alice, und wird Oberbürgermeister von London.

Der echte Richard Whittington (ca. 1350–1423) war eigentlich der Sohn eines Landbesitzers aus Gloucestershire. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann in London machte er sich einen Namen, indem er Luxustextilien lieferte und Geld an sehr Reiche verlieh, darunter drei aufeinanderfolgende Könige: Richard II., Heinrich IV. und Heinrich V.

Seine Frau hieß tatsächlich Alice Fitzwarin, und er wurde 1397, 1406 und 1419 zum Bürgermeister gewählt – aber keine zeitgenössischen Aufzeichnungen erwähnen einen katzenartigen Begleiter. Dieses Element der Geschichte kann einfach aus anderen folkloristischen Traditionen eines Mannes stammen, der sein Vermögen mit Hilfe einer Katze verdient.

Als kinderloser Witwer im Jahr 1423 starb, vermachte Whittington sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke und festigte damit seine Position als englischer Volksheld. Die etwas mythische Version seines Lebens blieb während der gesamten georgianischen und viktorianischen Ära beliebt und ist tatsächlich noch heute auf der Bühne zu sehen.

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Dieser Inhalt erschien erstmals in der August-Ausgabe 2014 des Magazins BBC History Revealed

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