Hat die Somme-Offensive etwas gebracht?

Die Somme war ein Schlachthof. Diese massive Offensive in Nordfrankreich forderte weit über eine Million britische, französische und deutsche Opfer. Fast 20.000 britische Soldaten wurden am Eröffnungstag getötet, den blutigsten 24 Stunden in der britischen Militärgeschichte.

Aber hat der Kampf etwas gebracht? Nun, in Bezug auf Land, sehr wenig. Als die Offensive am 18. November abgebrochen wurde, waren die Alliierten nur läppische fünf Meilen vorgerückt und gezwungen gewesen, viele der Errungenschaften aufzugeben, die sie früher in der Schlacht erzielt hatten.

An der Somme ging es jedoch nicht nur darum, Land zu gewinnen. Zu den Zielen der Offensive gehörte es, die Deutschen zu zwingen, Ressourcen für einen massiven eigenen Angriff auf die französische Festung Verdun abzuzweigen und Arbeitskräfte zu verbrauchen, die die Deutschen einfach nicht ersetzen konnten.

Fast 20.000 britische Soldaten wurden am Eröffnungstag getötet, den blutigsten 24 Stunden in der britischen Militärgeschichte

Inwieweit die Alliierten diese Ziele erreichten, ist umstritten: Die Deutschen konnten Verdun nicht einnehmen, befanden sich aber die nächsten zwei Jahre noch sehr stark im Krieg.

Dieser Artikel stammt aus dem Magazin BBC History Revealed

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