D-Day: Wie hat eine Wettervorhersage das Schicksal des Krieges verändert?

Nach Monaten sorgfältiger Planung war die Invasion bereit und die Militärführer waren zuversichtlich, dass dies der Anfang vom Ende des Krieges sein könnte. Der Erfolg der gesamten Operation lag jedoch nicht in ihren Händen. Die Verantwortung wurde stattdessen dem Chefmeteorologen übertragen, der dem Obersten Befehlshaber der Alliierten, Dwight Eisenhower, einem Schotten namens JM Stagg, untersteht.

Zusammen mit seinen Kollegen war es seine Aufgabe, das Wetter am Ort der Invasion in der Normandie sowie im Ärmelkanal genau vorherzusagen und das entscheidende Zeichen für den Beginn der Invasion zu geben. Wenn er sich geirrt hätte, hätte er Tausende von Männern zum Tode verurteilen können.

Der ursprüngliche Termin für die Invasion, der 4. Juni, wurde aufgegeben, als ein Sturm im Ärmelkanal wütete. Starke Winde und raue See wären für die Alliierten katastrophal. Wenn er nicht innerhalb weniger Tage gestartet werden könnte, müsste er auf den nächsten Vollmond verschoben werden. Dies war erforderlich, um Landeplätze zu beleuchten, und die Ebbe würde die deutschen Wasserverteidigungen freilegen.

Gruppenkapitän Stagg sagte jedoch voraus, dass es eine Flaute im Sturm geben würde. Er teilte Eisenhower mit, dass die Invasion am 6. Juni stattfinden könnte.

Am D-Day marschierten 160.000 Soldaten in die Normandie ein und überraschten die Deutschen völlig

Während Eisenhower grünes Licht gab, waren sich deutsche Meteorologen sicher, dass der Sturm noch Tage andauern würde, sodass die Gefahr einer Invasion gering war. Nazikommandanten verließen die Küstenverteidigung und scherzten, dass selbst der Feind nicht so dumm wäre, bei diesem Wetter anzugreifen.

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Aber Stagg hatte recht. Das Wasser blieb unruhig und viele Fallschirmspringer verfehlten ihre Absprungzonen, aber am Mittag des 6. Juni klarte das Wetter auf. Am D-Day marschierten 160.000 Soldaten in die Normandie ein und überraschten die Deutschen völlig.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Landungen am D-Day und des Erfolgs der Operation Overlord, werfen Sie einen Blick auf wie Stagg und das Met Office ihre wichtigste Vorhersage machten.

Dieser Artikel stammt aus dem Magazin BBC History Revealed

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